18. August 2015
HORA-Azubis setzen sich für Flüchtlinge ein.

HORA Holter Regelarmaturen GmbH & Co. KG kooperiert mit KAP 10 (Internat für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Von-Laer-Stiftung Bielefeld). Die Azubis von HORA reparieren achtzehn von HORA-Mitarbeitern gespendete Fahrräder für Flüchtlingskinder und -jugendliche.

Im Herbst 2014 wurde der Kontakt zwischen elf minderjährigen Flüchtlingen und HORA-Studierenden und -Auszubildenden erstmalig aufgebaut. Mit großem Interesse ließen sich die KAP 10-Bewohner damals das Unternehmen von den jungen HORA-Mitarbeitern zeigen. Neben einer Werksführung erhielten die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge Einblicke in die Berufe der Azubis und Studenten.

Im Gegenzug wurden die Auszubildenden in das Internat von KAP 10 zu einem gemeinsamen Fußballturnier mit anschließendem Mittagessen eingeladen. Bei diesem Besuch im Frühling 2015 entdeckten die HORA-Azubis im KAP 10 zwei alte, nicht verkehrstüchtige Fahrräder. Sie erkannten den Bedarf an funktionierenden Fahrrädern und beschlossen, die Flüchtlinge zu unterstützen. Mit einem Spendenaufruf bei der HORA-Belegschaft für nicht mehr genutzte Fahrräder, kam das Projekt ins Rollen. Insgesamt wurden 18 Fahrräder von Mitarbeitern gespendet, die anschließend von sieben Azubis während der Praxisphase im Unternehmen repariert wurden. Johann Willner, Ausbildungsleiter bei HORA, gab den Azubis wertvolle Tipps zur Reparatur, so dass insgesamt zwölf Erwachsenen-Fahrräder schnell wieder verkehrstüchtig waren und am 11. August schließlich samt neu angeschaffter Schlösser an KAP 10 übergeben wurden. Zeitgleich wurden sechs Kinder-Fahrräder von HORAs Auszubildenden aufbereitet und an Giesela Hörster ausgehändigt. Frau Hörster engagiert sich ehrenamtlich für Flüchtlinge in Schloß Holte-Stukenbrock. Die Fahrräder stellen für die Flüchtlinge eine große Erleichterung im Alltag dar, da sie nun flexibel mobil sind und nicht mehr ausschließlich auf den kostenpflichtigen Bus angewiesen sind, um zur nächsten Einkaufsmöglichkeit, Ämtern oder Schulen zu gelangen.

Das Fahrradprojekt stellt eine gelungene Kooperation zwischen HORA und den Flüchtlingen dar. Von dem gegenseitigen Kontakt profitieren beide Seiten. Stefanie Gilberg, Auszubildende bei HORA, erzählt begeistert von dem kulturellen Austausch mit den KAP 10-Bewohnern. Auch Firmeninhaber Prof. Dr. Dieter Dresselhaus schätzt den Austausch mit KAP 10: "Die Auszubildenden haben dadurch die Möglichkeit, ihre interkulturelle Kompetenz auszubauen, die im Arbeitsalltag eines international agierenden Unternehmens wie HORA enorm wichtig ist." Außerdem hofft er, dass diese Aktion Nachahmer findet.